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Umwelt als Spiegel

  • Autorenbild: Ursel Newiger
    Ursel Newiger
  • 12. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Vor einigen Tagen schaute ich mir ein YouTube-Video an von einer Frau, die seit vielen Jahren einen geistigen Führer channelt. In der Botschaft wurde unter anderem gesagt, dass wir in einer Zeit angekommen sind, in der Materie auf uns reagiert und nicht umgekehrt, wie wir vielleicht denken.

  

Materie reagiert auf uns. Klar. Diese Aussage löste in mir so eine Art Erkenntnisschub aus. Wow – wieder was erkannt!

Gestern jedoch kam mir plötzlich in den Sinn, dass es gar nichts Neues für mich war. Schon seit über zwanzig Jahren ist mir das Gesetz "Umwelt als Spiegel" bekannt, das mittlerweile so in mein Leben integriert ist, dass ich es tagtäglich erfahre.

Was heißt: Umwelt als Spiegel? Es heißt, das, was mir im Außen begegnet ist eine Spiegelung dessen, was in mir ist – und dieser innere Zustand ist meistens erstmal unbewusst. So kann ich die Umwelt/mein Umfeld dazu nutzen, um mir selbst bewusster zu werden.


Beispiel: Vor zwei Wochen befand ich mich mal wieder in einer mir seit Jahren bekannten Krise. Keine Klienten oder Massagegäste meldeten sich, ich bekam Absagen, keine neuen Anfragen – also weniger Geld in der Kasse, aber auch keine Freude an der Begleitung von Menschen. Der erhoffte Schub durch meine neue Webseite fand nicht statt - nur vier Aufrufe jeden Tag – und die Aufrufe bei Instagram dümpelten bei neun im letzten Monat. Ich muss was tun! Aber was? Und wie? Mich endlich trauen, sichtbar zu werden durch podcast oder Video bei Youtube? Ich mache solch eine gute Arbeit, was mir immer wieder bestätigt wird, aber viel zu wenige wissen davon!

Mir ist bewusst, dass alle diese Gedanken aus meinem Kopfkino stammen, aus alten Mustern und Ängsten. Doch trotz Bewusstsein kann ich sie nicht verhindern.

Also: Die Krise da sein lassen – nichts damit tun. Mittlerweile ist das bei mir nicht mehr ein gedanklicher Impuls, sondern etwas, was einfach geschieht. Und die Krise hält nicht an, wird zeitlich immer kürzer, ist jedoch auch intensiver. Und dann – nach weniger als einer Stunde wandelt sich die Energie in Kreativität, in Durchatmen, in neue Impulse, in Freiheit. Je öfter so etwas geschieht, je mehr verliert die Krise ihre Dynamik, ihren Wirbel, ihre Energie.


Und was hat das mit "Materie reagiert auf uns" zu tun? Das, was ich im Außen erfahren habe, wenige Klicks, keine Arbeit, keine Aufgabe, kein Geld, brachte mich wieder einmal in die mir bekannte Krisensituation, damit sie sich allmählich verändert und sich dann ganz auflöst. Das Außen zeigt mir einen inneren Konflikt, der immer noch in mir ist und auf einer stetig tieferen Schicht erlebbar wird. So lerne ich, die Krise anzunehmen, gebe ihr keine Geschichte mehr. Ich kämpfe nicht mehr gegen sie, sondern lasse geschehen, gebe mich ihr hin. So schwinge ich mit dem Leben und nicht mehr gegen das Lebendige.

Nach diesem Prozess dauerte es nicht lange, bis sich wieder Menschen meldeten und mir heilende Rückmeldungen gaben. Von Google bekam ich ein Glückwunsch-schreiben, dass hundertzwanzig Menschen meine Webseite angeklickt hatten (das sah ganz anders aus als die mickrigen vier pro Tag – obwohl es die gleiche Anzahl ist!!!) und bei Instagram schossen die Klicks plötzlich auf neunzig.

Das ist Umwelt als Spiegel – das ist Materie reagiert auf uns.

Wenn der Computer spinnt, das Telefon nicht funktioniert, eine Nachricht nicht gesendet wird – dann schließe den Computer, lass das, was du unbedingt machen musst oder sogar erzwingen willst, für eine Weile los und geh später wieder an den Computer. Du gibst dir dann selbst Raum für etwas, was im Unbewussten zappelt und arbeitet, ohne dass du es bewusst merkst. Und du wirst sehen – der Computer funktioniert wieder, die Nachricht kommt an. Und dann wirst du eines Tages über dein eigenes Theater lachen, was du tagtäglich auf der Lebensbühne aufführst.

Das ist menschlich... und wie schön und befreiend dann das Lachen sein kann.


So leiten und unterstützen Dich die Spiegel, in denen Du Dich spiegeln kannst.

Verrückte Wunder geschehen, wenn im Außen etwas auf Dich reagiert – doch das ist nicht ver-rückt, das ist bewusste Erkenntnis.


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