top of page

Widerstand

  • Autorenbild: Ursel Newiger
    Ursel Newiger
  • 22. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Feb.

Widerstand – vielleicht nicht der wunderbarste Einstieg in den Wonnemonat Mai - aber sehr oft begegnen mir erschöpfte, überforderte, müde und kraftlose Menschen, so dass ich etwas darüber schreiben möchte. Abgesehen davon wurde auch mir vor einigen Tagen wieder etwas mehr über den Widerstand bewusst.


Der Widerstand verbraucht Unmengen von Energie.


Wie kommt das? Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass sie (permanent) im Widerstand sind. Es geht um das Sich-Durchsetzen, Recht haben, sich wehren, verteidigen, sich be-haupt-en. Was geschieht dabei? Man wehrt sich mich immer gegen etwas, will sich gegen jemanden durchsetzen, will eine gegebene Situation nicht akzeptieren, will nicht verlieren, ist empört darüber, dass die Welt so ist, wie sie ist. Es geht um etwas im Außen, um eine unsichtbare Mauer, gegen die man sich ständig zur Wehr setzen muss.


Es geht um Trennung, um Spaltung – Worte, die wir tagtäglich hören. Vielen ist nicht bewusst, was sie eigentlich bedeuten. Es geht um ein Reiz- Reaktion-Verhalten, das wir vom Ego gesteuert jeden Tag praktizieren. Ist ganz normal und vertraut, oder?Wenn ich angegriffen werde, muss ich mich doch wehren, oder? Alle sagen das, oder? Alle machen das, oder? Und das Hamsterrad dreht sich immer weiter und wir sind mitten drin. Es wird alles zu viel, ich drehe durch – im wahrsten Sinne des Wortes, weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht, weiß nicht mehr, was ich machen soll. Wenn mir das bewusst wird, ist der erste Schritt getan. Wenn mir bewusst wird, dass ich im Widerstand mit mir selbst bin, gegen mich selbst kämpfe, weil ich anscheinend nicht so bin, wie ich sein sollte/müsste, dann beginne ich mich aus diesem Strudel zu lösen. Duchatmen, nicht sofort reagieren, drüber schlafen, wenn eine Entscheidung ansteht, sich selbst den Raum geben, etwas innerlich sacken und verarbeiten lassen. Dann wird aus der Trennung die Verbindung – die Verbindung zu uns selbst und damit auch zu anderen. Es entsteht eine neue Sichtweise. Zuhören, auch den anderen Raum geben, atmen, im Inneren zur Ruhe kommen und beobachten, wie sich allmählich der Drang auflöst, sofort reagieren zu müssen. Die frei gewordene Energie transformiert sich in Kreativität und Inspiration, die dich bereichert, dir Freude und Kraft schenkt.


In der letzten Woche wurde mir etwas über den Widerstand bewusst, der einen weiteren Schritt beinhaltet:


Es geht darum, den Widerstand gegen den Widerstand aufzugeben!


Schon vor fast zwanzig Jahren während meiner Reinkarnationstherapie wurde mir das mitgeteilt und jetzt ist es richtig angekommen. Nach dieser Erkenntnis musste ich hinaus an die frische Luft, doch nach zwanzig Minuten kam ich total erschöpft nach Hause mit einem Gefühl, als hätte ich einen Marathon hinter mir. Wieder einmal wurde mir bewusst, wieviel Energie der Widerstand verbraucht.


Doch es geht auch anders!


Erfreuen wir uns in diesem Wonnemonat an der Blütenpracht, dem Vogelgezwitscher, der erwachten Natur – dann erwachen wir ebenfalls, sind lebendig, frisch und energiereich.



Paramita.png
bottom of page